Mit Bodenhaftung und Weitblick: David Niederberger für den Gemeinderat Eschenbach

Nach dem angekündigten Rücktritt von Benno Fleischli auf Ende März 2026 erhebt die FDP.Die Liberalen Eschenbach Anspruch auf dessen Sitz im Gemeinderat. Die Partei dankt ihrem langjährigen Vertreter für sein grosses Engagement und hat die mit David Niederberger eine geeignete Nachfolge gefunden.

Interview mit David Niederberger

David, du bist in Eschenbach aufgewachsen und stark verwurzelt. Was bedeutet dir die Gemeinde persönlich – und warum kandidierst du für den Gemeinderat

Eschenbach ist meine Heimat. Hier bin ich aufgewachsen, hier fühle ich mich zuhause. Mich für diese Gemeinde zu engagieren, ist für mich eine echte Herzensangelegenheit.

Es gibt verschiedene Gründe für meine Kandidatur. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der am Küchentisch stets über Politik diskutiert wurde – von der Gemeindeebene bis zum Bund. Durch meine Tätigkeiten in den Vereinen sowie meine Mitarbeit in der Baukommission und in der Ortsplanung habe ich zudem grosse Freude an der politischen Arbeit gefunden.

Mit meinem persönlichen und beruflichen Rucksack bringe ich sicher einiges für das vakante Gemeinderatsamt mit. Dass das Bauamt inzwischen dem entsprechenden Ressort zugeteilt wurde, war für mich ebenfalls ein zusätzlicher Anreiz, diese Verantwortung zu übernehmen.


Du warst in zahlreichen Vereinen und Kommissionen aktiv. Welche Erfahrungen daraus helfen dir besonders im Gemeinderat?

Meine Tätigkeit in verschiedenen Vereinen und Kommissionen hat mich vor allem gelehrt, meine Ideen und Überzeugungen klar einzubringen. Genauso wichtig war es aber, andere Meinungen anzuhören, ernst zu nehmen und darauf einzugehen.

Am Ende geht es immer darum, gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden – Lösungen, die nicht Einzelinteressen dienen, sondern dem Wohl der gesamten Gemeinde. Diese Fähigkeit zum Dialog und zur Zusammenarbeit ist für die Arbeit im Gemeinderat zentral.


Als Holzbautechniker HF und Projektleiter arbeitest du strukturiert und lösungsorientiert. Wie beeinflusst das die politische Arbeit?

Als Holzbautechniker HF und Projektleiter arbeite ich täglich an Prototypen – jedes Projekt ist einzigartig und bringt neue Herausforderungen mit sich. Genau das schult die Fähigkeit, sich auf neue Situationen einzulassen und pragmatische, tragfähige Lösungen zu finden.

Diese Herangehensweise lässt sich gut auf die politische Arbeit übertragen. Auch dort gibt es selten Standardlösungen. Gleichzeitig ist eine saubere Grundstruktur entscheidend – sowohl in der Projektarbeit wie auch in der Politik –, um Entscheide fundiert und nachvollziehbar zu treffen.


Du hast die aktuelle Ortsplanung als Präsident der Ortsplanungskommission mitgeprägt. Was nimmst du aus diesem Prozess mit?

Die Revision der Ortsplanung war ein sehr komplexer Prozess mit zahlreichen Herausforderungen. Umso wichtiger war ein starkes Team, mit dem wir auch schwierige Fragestellungen gemeinsam lösen konnten.

Besonders deutlich wurde für mich, wie zentral eine aktive und transparente Kommunikation ist. Wir erarbeiten Lösungen für das Dorf und seine Bewohnerinnen und Bewohner – dafür braucht es Vertrauen in die Arbeit der Kommission und in die Entscheidungsprozesse.

Wenn ein solches Projekt am Ende erfolgreich abgeschlossen werden kann, ist das nicht nur fachlich befriedigend, sondern bereitet auch grosse Freude.


Du giltst als ruhige, umsichtige und lösungsorientierte Persönlichkeit. Wie geht David Niederberger mit Konflikten oder unterschiedlichen Interessen um?

Dass man nicht immer gleicher Meinung ist, gehört ganz selbstverständlich dazu. Entscheidend ist, wie man mit unterschiedlichen Ansichten – und auch mit andersdenkenden Personen – umgeht.

Mir ist es wichtig, sachlich zu bleiben, zuzuhören und die verschiedenen Standpunkte ernst zu nehmen. Auf dieser Basis lassen sich Spannungen abbauen und Lösungen erarbeiten. Ziel ist für mich immer eine gute, tragfähige Lösung, die für alle sinnvoll ist und langfristig Bestand hat.


Als Vater von drei Kindern erlebst du Eschenbach auch aus familiärer Sicht. Welche Themen sind dir besonders wichtig?

Als Vater erlebe ich Eschenbach sehr stark aus familiärer Perspektive. Besonders wichtig ist mir dabei die Schule. Eschenbach verfügt über eine sehr gute, innovative Schule mit einem ausgezeichneten Ruf – das ist eine grosse Stärke unserer Gemeinde.

Ebenso zentral ist das aktive Vereinsleben. Viele Vereine leisten wertvolle Arbeit in der Jugendförderung und tragen wesentlich zum sozialen Austausch im Dorf bei. Dieses Engagement stärkt den Zusammenhalt und macht Eschenbach zu einem lebendigen und familienfreundlichen Ort.


Wenn Eschenbach ein Bauprojekt wäre: Wo müsste man deiner Meinung nach zuerst ansetzen – Fundament, Ausbau oder Feinschliff?

Eschenbach steht heute auf einem sehr guten Fundament. Unsere Aufgabe ist es, die laufenden und kommenden Projekte gemeinsam in eine gute Zukunft zu begleiten. Genau in diesen Projekten liegen auch die grössten Herausforderungen.

Anders als bei einem klassischen Bauprojekt gibt es in einer Gemeinde keinen endgültigen Feinschliff. Es wird immer neue Aufgaben im Ausbau geben, die angegangen und umgesetzt werden müssen. Diese kontinuierliche Weiterentwicklung ist entscheidend, damit Eschenbach lebendig und zukunftsfähig bleibt.


Du hast das Unihockey in Eschenbach mitgegründet, Kommissionen geleitet und Projekte umgesetzt. Was kannst du besser: Sitzungen strukturieren oder ein Unihockey-Training leiten?

Beides hat überraschend viele Gemeinsamkeiten. Es braucht ein klares Ziel, strukturierte Abläufe und Motivation.

Entscheidend ist dabei immer die Stimmung im Team. Ob im Sitzungszimmer oder in der Garderobe – eine gute Atmosphäre kann für den Erfolg ausschlaggebend sein.